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Forscher simulieren Schwarzes Loch in Dresden, um Theorie von Stephen Hawking zu beweisen

Albert Einstein hat die Existenz von Schwarzen Löchern mathematisch beschrieben, hielt seine Rechnung aber für fehlerhaft. Zu unglaublich erschien ihm die Idee, es könnte Orte im Universum geben, an denen die Schwerkraft so groß ist, dass weder Teilchen noch Strahlung wie Licht jemals entkommen können. Doch Einstein irrte sich. Viele Forscher nach ihm zeigten, dass es Schwarze Löcher wirklich gibt. Zuletzt gelang is Astronomen mit Hilfe von Radioteleskopen sogar, Bilder der Umrisse vom zentralen Schwarzen Loch in unserer Milchstraße zu machen. Dresdner Forscher haben jetzt ein theoretisches Konzept entwickelt, wie sich einige der Eigenschaften dieser rätselhaften Objekte im Labor untersuchen lassen.

Was den Ereignishorizont passiert, bleibt für immer im Schwarzen Loch gefangen

Schwarze Löcher sind Ansammlungen gewaltiger Massen in einem winzigen Punkt. Das führt zu einer enormenan Anziehungskraft, denn Materie zieht andere Materie an, so die landläufige Beschreibung von Gravitation (häufig auch Erdanziehungskraft genannt). Tatsächlich ist es laut Einsteins vielfach bewiesener Relativitätstheorie aber so, dass Materie andere Materie nicht anzieht. Sondern Masse verformt den umgebenden Raum und sorgt so dafür, dass andere Masse der Masse entgegenfällt. Die gewaltige Konzentration von Masse in einem Schwarzen Loch wiederum verformt den umgebenden Raum zu einer Artwork tiefem Trichter, in dem alles gefangen bleibt, was den sogenannten Ereignishorizont überschreitet.

Den Ereignishorizont darf man sich dabei wie die Kante eines Wasserfalls vorstellen. Je näher das Wasser der Kante kommt, desto schneller fließt es. Kommt ein Fisch der Kante zu nahe, kann er nicht mehr schnell genug schwimmen und wird hinabgezogen. Der Ereignishorizont ist additionally die Grenze, hinter der etwas unweigerlich in das Loch hineinfallen muss und nicht mehr entkommen kann. Allerdings müssten die Phänomene der Quantenphysik, additionally der Physik der allerkleinsten Teilchen im Universum, an dieser Grenze zu einem seltsamen Effekt führen, nämlich zur sogenannten Hawking-Strahlung.

Dresdner Physiker wollen Effekte der Hawking-Strahlung im Labor nachstellen

In der Welt der Quanten gibt es nämlich zahlreiche Phänomene, die ähnlich unglaublich erscheinen wie Schwarze Löcher. So erscheinen überall im Universum ständig Paare von sogenannten Quanten, die miteinander verschränkt sind. Beide Teile des Paares fallen meistens sofort wieder zusammen, heben sich auf und verschwinden auf diese Weise wieder. Am Rand eines Schwarzen Lochs jedoch kann es passieren, dass ein Teil des Quantenpaars hinter den Ereignishorizont gerät und deswegen in das Loch hineinfallen muss. In diesem Fall würde der andere Teil des Paares in Kind einer geringen Wärme von dem Loch abgestrahlt werden, so die Idee des Physikers Stephen Hawking.
Was Quantenverschränkung bedeutet und wie man damit Kommunikation verschlüsselt, haben wir Ihnen hier anhand von Forschung aus Jena beschrieben und hier bei praktischen Checks in Dresden.

In der Realität konnte diese Strahlung bislang aber nie gemessen werden. Zu weit ist das nächste Schwarze Loch im All entfernt, zu klein wäre die Strahlung, um die mit einem Messinstrument von der Erde aus detectieren zu können. Doch Dresdner Physiker haben jetzt eine Idee entwickelt, wie sich die von Hawking vorhergesagten Effekte möglicherweise im Labor simulieren lassen. Gelingt es, diese Idee mit einem Experiment praktisch zu testen, wäre das vielleicht ein Weg, um die bislang bestehende Lücke zwischen Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und der Quantenphysik zu füllen.

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